Selbständig als Mama

Veröffentlicht am 9. Oktober 2025 um 20:00

Selbstständig als Mama:

Was passiert bei Krankheit, Ferien und Co?

Wie du als selbstständige Mutter mit Ausfallzeiten und Auszeiten umgehen kannst

Du bist selbstständig und Mama – das ist eine spannende Kombination, die viele Chancen, aber auch ganz eigene Herausforderungen mit sich bringt. Vielleicht fragst du dich manchmal: Was passiert eigentlich, wenn die Kinder krank werden, wenn sie Ferien haben oder du dringend eine Pause brauchst? Hier findest du die wichtigsten Antworten und Tipps, wie du als selbstständige Mama Ausfallzeiten meistern kannst.

Kinderkrankheiten: Wenn dein Kind dich braucht

Gerade wenn dein Kind krank wird, bist du als selbstständige Mama oft doppelt gefordert. Anders als Angestellte bekommst du kein Kinderkrankengeld, wenn der Nachwuchs zu Hause gepflegt werden muss und die Arbeit liegen bleibt.

  • Flexible Zeiteinteilung: Plane kleine Puffer ein, damit du auch mal einen Tag mit deinem Kind auf dem Sofa verbringen kannst, ohne direkt in Verzug zu geraten.
  • Aufträge realistisch annehmen: Setze Deadlines lieber großzügiger an, so kannst du unerwartete Ausfälle besser auffangen.
  • Netzwerk nutzen: Frag Freunde oder Verwandte, ob sie im Notfall unterstützen können, damit du zumindest die nötigsten Aufgaben erledigen kannst.

In den letzten Wochen & Monaten ist mir das häufig passiert. Bei 5 Kindern ist ständig jemand krank und man selbst bleibt dann auch nicht lange verschont. Ich bin stark in Verzug geraten und kam mit meinem Zeitplan völlig durcheinander, Termine mussten immer wieder abgesagt oder verschoben werden, als Selbstständiger, Katastrophe. In solchen Fällen ist es immer wichtig in die offene Kommunikation zu gehen vor allem mit Kunden und Geschäftspartnern. Man muss sich als Mama nicht schämen, denn man gibt jeden Tag sein Bestes, um alles unter einen Hut zu bekommen. Ich bin verheiratet und mein Mann arbeitet Vollzeit, er hat also seine Kinderkrankentage und ich binde ihn auch mit ein. Ich bitte ihn Tage zu übernehmen damit ich wenigstens die wichtigsten Deadlines halten kann. Ansonsten nutze ich auch viel den Abend, wenn die Kinder schlafen, um zu arbeiten. Aber auch hier braucht es offene Kommunikation um Verständnis vom Ehemann/Partner zu erhalten.

Ferien: Wenn die Betreuung knapp wird

Sechs Wochen Sommerferien plus weitere Schulferien – das macht die Planung für dich als selbstständige Mutter besonders anspruchsvoll. Ohne Anspruch auf bezahlten Urlaub kommt es ganz auf dein Zeitmanagement an.

  • Frühzeitig planen: Blockiere dir die Ferienzeiten rechtzeitig im Kalender und informiere deine Kunden, wann du nicht erreichbar bist.
  • Freunde & Familie um Hilfe bitten, da es nicht realistisch ist die gesamten Ferien allein abzudecken (das wäre der sichere Weg in die Pleite).
  • Betreuungsangebote recherchieren: Viele Städte und Gemeinden bieten tolle Ferienprogramme – so kannst du zumindest stundenweise arbeiten.
  • Wer einen Hortplatz hat, sollte die Betreuung in den Ferien erfragen und den eigenen Urlaub nach den Schließzeiten richten ( das gleiche gilt auch für Kitas, sollte es keine Schließzeiten geben aber die Einrichtung bittet um Urlaub kann man diesen gut vorplanen)
  • Aufgaben vorarbeiten: Wenn größere Projekte anstehen, versuche, sie vor Beginn der Ferien abzuschließen oder vorzubereiten.
  • Urlaub einpreisen: Kalkuliere deine Preise so, dass du auch längere Auszeiten finanziell gut überstehst.

Pausen und Erholung: Deine Gesundheit zählt!

Gerade als selbstständige Mama bist du oft rund um die Uhr eingespannt. Genau deshalb sind bewusste Pausen und Auszeiten so wichtig – nur so bleibst du langfristig gesund und motiviert.

  • Feste Auszeiten einplanen: Trag dir freie Tage genauso verbindlich in den Kalender ein wie Kundentermine!
  • Delegieren lernen: Nicht alles muss von dir persönlich erledigt werden. Überlege, ob du Aufgaben wie Buchhaltung oder Reinigung auslagern kannst.
  • Selbstfürsorge ernst nehmen: Nimm dir kleine Auszeiten für dich allein – ein Spaziergang, ein entspannter Kaffee oder ein gutes Buch können Wunder wirken.
  • Pause ist Pause: Auch Selbstständige müssen essen und trinken oder bewusst atmen. Plane Frühstück und Mittag in deinen Tag ein und vielleicht auch kleine Yoga-/Meditationspausen. Das Handy spielt in diesen Minuten keine Rolle und auch die eingehenden E-Mails dürfen kurz warten.

Fazit

Selbstständig und Mama zu sein ist herausfordernd, aber absolut machbar! Mit einer guten Planung, ehrlicher Kommunikation und einem verlässlichen Netzwerk kannst du auch schwierige Zeiten meistern. Du bist übrigens nicht allein – viele Mütter kennen diese Situation. Gemeinsam geht vieles leichter!

Schau z.B. in den sozialen Medien nach Gruppen in denen du gleich gesinnte findest oder finde in deiner Region Anschluss, die IHK ist da vielleicht ein guter Ansprechpartner.

Hast du noch weitere Tipps oder eigene Erfahrungen? Dann teile sie gern mit mir.